MDR hier ab vier


Annett Meltschack/Moderatorin: Ein ganz grauer Tag ist es hier in Leipzig, schon 11Uhr aber irgendwie wird es nicht mehr heller. Eigentlich gar nicht so gut für eine Stadtrundfahrt, außer für unsere, denn wir sehen ja Leipzig nicht nur nach draußen, sondern auch von innen und zwar historisch. Los geht’s! Ab jetzt werden wir zwei Stunden lang durch Leipzig geschuckelt. Wir starten im Stadtzentrum. Erste Attraktion: der Hauptbahnhof, neu und alt.

Arne Kühn/Guide: Der größte Kopfbahnhof Europas, wie Sie auf den Bildern sehen können. Mit 26 Gleisen einstmals.

Annett Meltschack: Und wer wissen möchte wer früher in Leipzig Studentenkeller Moritzbastei ein und aus ging, hier ein Bild zum selbstsuchen.

Arne Kühn: Man könnte auf diesen Aufnahmen auch Angela Merkel sehen. Sie studierte ja in den 70er Jahren Physik in Leipzig.

Annett  Meltschack: Die Aufnahmen stammen zum Teil aus Privatbesitz, aber auch aus Museen und Filmarchieven, wie hier an der Thomaskirche, über 70 Jahre alte Kinonachrichten.

Arne Kühn: Das Schöne an der videoBustour ist, dass sich der Gast, das was erzählt wird durch den Stadtführer, nicht nur vorstellen muss, sondern auch direkt sehen kann, also Dinge die verschwunden sind, die sonst der Fantasie überlassen sind, die kann man auf den Bildschirmen dann sehen.

Annett Meltschack: Sehen und vieles auch hören. Wie vor dem heutigen Bundesverwaltungsgericht. 1933 fand hier der Reichstagsbrandprozess statt. Mit angeklagt Georgi Dimitroff, Zeuge Reichstagspräsident Hermann Göring.

Teilnehmer*in 1: Die Aufnahme ist schon eine Bereicherung, so wie ich historische Sendungen im Fernsehen auch spannend finde, auf jeden Fall!

Teilnehmer*in 2: Es ergibt sich halt ein größerer Zusammenhang als wenn man einfach nur in einem Buch blättert.

Teilnehmer*in 3: Mir gefällt es sehr gut, auch die Abstimmung mit nach draußen schauen und zum Monitor schauen, passt sehr gut!

Teilnehmer*in 4: Ich finde das ist der totale Renner, weil damit auch manche Passagen, die vielleicht nicht so interessant sind, gut überbrückt werden können. Und das bringt einfach auch Tiefe in das was man sieht.

Annett Meltschack: Internationale Reiseveranstalter wollen Leipzig jetzt extra in Ihre Route aufnehmen um videoBus zu fahren. Auch deshalb, weil die Tour in x Sprachen angeboten wird.

Arne Kühn: Englisch, Französisch, aber auch Spanisch, Portugiesisch, wir haben Russisch, Norwegisch, Holländisch schon dabei, Schwedisch und Polnisch. Arbeiten jetzt an Arabisch, Chinesisch und Hebräisch. Also wirklich eine Vielzahl von Sprachen, um die videoBustour einerseits und die Stadt Leipzig andererseits, auch in anderen Ländern bekannter zu machen.

Annett  Meltschack: Am 24. Januar wird jedenfalls die nächste Fahrt, auf Deutsch, sein. Also ich bin ganz zufrieden mit dieser Stadtrundfahrt. Selbst als jemand der in Leipzig wohnt habe ich noch sehr viel Neues gehört und vor allem im ganz neuen Zusammenhang gesehen und ich muss sagen ich habe jetzt Lust mir das auch noch einmal in Ruhe anzusehen.